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Werbeanzeigen waren für mich lange das Thema, vor dem ich mich am liebsten gedrückt hätte. Ich habe nie wirklich gelernt, wie man saubere Meta-Kampagnen aufsetzt, ich habe von Adsets und Lernphasen immer nur so halb verstanden, was eigentlich passiert. Und gleichzeitig wusste ich: Wenn ich meine digitalen Produkte wirklich skalieren will, komme ich an Ads nicht vorbei.
Heute mache ich zwischen 100 und 200k Umsatz im Monat — ein großer Teil davon läuft über Werbeanzeigen. Und das Verrückte: Ich bin immer noch keine Ads-Expertin. Was sich geändert hat, ist mein Setup. Ich nutze Claude Code für zwei Dinge, die mir früher Tage gekostet haben: Visuals für meine Anzeigen erstellen und meine laufenden Kampagnen auswerten.
In diesem Artikel zeige ich dir genau, wie ich das mache. Inklusive dem einen Satz, mit dem ich teilweise bessere Werbeanzeigen bekomme als mit jedem langen Prompt.
Ganz ehrlich? Der Grund, warum ich Ads jahrelang aufgeschoben habe, war nicht die Strategie. Es war der Aufwand drumherum.
Visuals erstellen, Headlines testen, Daten auswerten, entscheiden was läuft und was nicht — das sind alles Aufgaben, die irre Zeit fressen, wenn du sie zu Fuß machst. Und genau hier setzt Claude Code an. Es übernimmt nicht das Strategie-Denken für dich, aber es nimmt dir die Klein-Klein-Arbeit ab, die dich sonst lähmt.
Wichtig: Ich prompte nicht. Ich erzähle einfach, was ich brauche.
Ich weiß, das macht manche Claude-Code-Nerds da draußen wahnsinnig. Aber für mich funktioniert es. Für meine Kunden funktioniert es. Und ich habe noch niemanden gesehen, der es sich einfacher macht als ich. Warum also den komplizierten Weg gehen, wenn der einfache reicht?
Mein Lieblings-Tool für Visuals heißt Manus. Das ist eine KI, die mir richtig schöne Bild-Sequenzen baut. Aber damit Manus liefert, was ich will, lasse ich mir den passenden Prompt vorher von Claude Code schreiben.
Mein Ablauf in Claude Code:
Mein Satz an Claude Code sieht ungefähr so aus:
„Ich würde gerne mit der KI Manus Werbeanzeigen-Visuals für mein neues Webinar im Mai erstellen. Kannst du mir bitte einen Prompt rausgeben, der möglichst kreative Bilder erzeugt, die auf Instagram auffallen?“
Dazu hänge ich die Webinar-Landingpage und drei bis vier Beispiel-Anzeigen, die mir aus der Meta-Werbebibliothek oder aus meinem eigenen Feed besonders gut gefallen haben.
Falsch: Du gibst Claude Code einen vagen Satz wie „Bau mir Werbeanzeigen“ und hoffst auf das Beste.
Richtig: Du gibst ihm die Landingpage, die Pflicht-Infos (Datum, Uhrzeit, „live“, „kostenlos“) und mindestens drei Referenzen. Je spezifischer du bist, desto besser kann er liefern.
Wenn Claude Code mir den Prompt rausgibt, packe ich ihn rüber zu Manus und lasse Manus rödeln. Das dauert ein paar Minuten, weil Manus die Landingpage selbst nochmal scannt. Aber das Ergebnis spart mir locker einen halben Tag Designer-Zeit.
Kleiner Mindset-Tipp am Rande: Wenn du beim Start schon stundenlang an Prompts feilst, kommst du nie ins Tun. Ich starte immer einfach und optimiere danach. Sonst ziehen alle anderen an dir vorbei, während du noch perfektionierst.
Hier wird es richtig spannend. Ich nutze die Claude Chrome Extension, um direkt in meinem Meta-Werbekonto Analysen zu machen. Ohne CSV-Export, ohne Screenshots, ohne Meta-Connector. Einfach im Browser.
Mein Prompt dafür sieht so aus:
„Bitte geh in mein Werbeanzeigenkonto [Konto-ID] rein und analysiere die Kampagne KI Agent. Wo ist das größte Optimierungspotenzial?“
Was Claude Code mir dann liefert: eine saubere Übersicht über alle Anzeigengruppen, welche in der Lernphase hängen, wo Budget verbrannt wird, wo skaliert werden sollte. Bei meiner letzten Auswertung hat er 16 Anzeigengruppen analysiert, 3 konkrete Empfehlungen pro Set gegeben und mir genau gesagt, welche Anzeigen ich pausieren sollte und wo ich mehr Budget reingeben kann.
Wichtig: Achte darauf, dass die Extension wirklich eingeloggt ist und du im richtigen Werbekonto bist. Mir ist es passiert, dass Claude Code zwischendurch ein altes Konto erwischt hat und die Analyse komplett wertlos war. Heißt: Bevor du loslegst, einmal kurz checken — bin ich im richtigen Konto?
Falsch: Du verlässt dich blind auf die Auswertung und schaltest sofort Kampagnen ab.
Richtig: Du nimmst die Analyse als Ausgangspunkt, checkst die wichtigsten Zahlen selbst gegen und triffst dann deine Entscheidung.
Ich bin ehrlich: Auch ich bin manchmal misstrauisch, ob die Zahlen wirklich stimmen. Deswegen rechne ich gerne nochmal nach, bevor ich Budgets verschiebe. Aber als Übersicht und Sparringspartner ist Claude Code für mich Gold wert.
Jetzt kommt der Teil, der mich selbst am meisten überrascht hat. Manchmal funktioniert der einfachste Weg am besten — und genau dieser Satz hier hat mir teilweise bessere Werbeanzeigen geliefert als jeder lange, durchdachte Prompt:
„Kannst du mir 20 unterschiedliche Variationen für Werbeanzeigen im Format 1080 x 1080 Pixel zu diesem Produkt erstellen? [Link einfügen]“
Das war’s. Kein Referenzbild, keine Vorlage, kein Prompt, keine Designvorgabe. Ich gebe Claude Code den Link zu meinem Produkt und lasse ihn machen.
Was passiert: Er zieht sich die Infos aus der Landingpage, sucht sich automatisch ein passendes Design und liefert 20 Variationen. Und einige davon performen bei mir teilweise besser als die Visuals, die ich nach dem aufwendigen Manus-Workflow bekomme.
Probier beide Wege aus. Bei der einen Person funktioniert das eine besser, bei der anderen das andere. Learning by doing.
Werbeanzeigen sind in meinen Augen einer der größten Hebel, wenn du digitale Produkte verkaufst. Aber sie waren auch lange der Hebel, vor dem ich mich am meisten gedrückt habe — einfach, weil mir der Aufwand zu groß war.
Mit Claude Code ist dieser Aufwand auf einen Bruchteil geschrumpft. Visuals in 10 Minuten, eine saubere Auswertung in 5 Minuten, klare Handlungsempfehlungen ohne stundenlange Recherche. Und das alles, ohne dass ich eine Designerin oder eine Ads-Expertin engagieren muss.
Wenn du gerade deine ersten digitalen Produkte verkaufst und vor dem Thema Werbeanzeigen mit Claude Code stehst: Fang einfach an. Teste beide Varianten, schau, was bei dir besser läuft, und optimiere von da aus weiter. Better done than perfect.
Juni 11, 2026