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Vor zwei Jahren hätte ich für ein einziges E-Book Monate gebraucht. Themenrecherche, schreiben, Design auswählen, alles in Canva zusammenschustern, dann noch eine Verkaufsseite bauen lassen. Für meine erste Website habe ich damals 6.000 € an einen Entwickler gezahlt. Für ein paar Karussell-Designs nochmal 2.500 € an eine Designerin.
Heute? Setze ich mich hin, öffne Claude Code und habe nach einer guten Stunde ein fertiges E-Book inklusive Landingpage. Kosten: ein paar Cent.

Ganz ehrlich? Das E-Book ist der faulste Weg, mit digitalen Produkten Geld zu verdienen. Und genau deshalb ist es der perfekte Einstieg. In diesem Artikel nehme ich dich mit durch den kompletten Prozess: vom leeren Bildschirm bis zum verkaufsfertigen Produkt, an dem du auch noch E-Mail-Adressen einsammelst.
Ein E-Book klingt erstmal unspektakulär. Aber es macht genau zwei Dinge gleichzeitig, die dein Business braucht.
Erstens funktioniert es als Leadmagnet. Du gibst es für 0 € raus und sammelst im Gegenzug E-Mail-Adressen ein. Zweitens kannst du es verkaufen, wenn du willst, oder als Einstieg in deine größeren Produkte nutzen.
Der Punkt ist: Du brauchst keine riesige Reichweite und kein Team dafür. Du brauchst ein Thema, das deine Zielgruppe wirklich beschäftigt, und ein Tool, das dir die Arbeit abnimmt.
Ich arbeite dafür immer mit Claude Code. Ich habe damit mittlerweile rund 90 Prozent in meinem Unternehmen automatisiert, und sogar meinen 400.000-€-Launch im April habe ich komplett damit gebaut. Produkte, Präsentationen, E-Mails, alles aus einem Tool.
Der größte Fehler, den die meisten machen: Sie wollen der KI alles vorkauen. Mach es genau andersrum.
Ich gebe Claude Code mein Thema und stelle dann immer dieselbe Gegenfrage: „Was genau brauchst du von mir, damit wir ein solches E-Book erstellen können?“ Damit gebe ich den Ball zurück und lasse die KI die Struktur denken.
Für dieses Beispiel habe ich mich als Dating-Coach ausgegeben, weil eine meiner Kundinnen genau in dieser Nische arbeitet. Das Thema: Wie man sich nach einer Trennung aus einer toxischen Beziehung wieder auf jemand Neues einlassen kann.
Falsch: „Schreib mir ein E-Book über Dating.“ Dann kommt generischer Brei raus, der nach niemandem klingt.
Richtig: Du lieferst Kontext. Wen sprichst du an? Frauen über 30, die sich vor ein bis drei Monaten nach einer langen Beziehung getrennt haben. Was ist ihr Schmerz? Sie vermissen den Ex, obwohl die Trennung richtig war, und haben Angst, sich nie wieder öffnen zu können. Was soll am Ende rauskommen? 25 bis 40 Seiten, Reflexionsfragen nach jedem Kapitel, tief und emotional, aber mit direkt umsetzbaren Übungen.
Je spezifischer dein Briefing, desto mehr klingt das Ergebnis nach dir und nicht nach ChatGPT-Standard.
Sobald das Briefing steht, legt Claude Code los. Bei mir hat er direkt vier Design-Kandidaten generiert, vier verschiedene Brandings zur Auswahl. Keines hat mir auf Anhieb gefallen, also habe ich einfach gesagt: „Mach das Design eher rosa-rot, etwas, das zu Liebe passt.“ Eine Zeile, neue Farbpalette.
Wichtig zu wissen: Manchmal hakt es zwischendurch. Eine Generierung schlägt fehl, eine Datei lässt sich nicht komplett befüllen. Lass dich davon nicht stressen. Claude Code korrigiert sich in den meisten Fällen selbst, du musst nur etwas Geduld mitbringen.
Wenn er gar nicht weiterkommt, hilft eine Vorlage. Ich bin auf Canva gegangen, habe nach einem mehrseitigen „Dating Guide“-Template gesucht, die URL kopiert und gesagt: „Kannst du bitte die Texte in diese Vorlage einfügen?“ Schon hatte er ein sauberes Grundgerüst.
Und dann gilt eine Regel, die ich dir wirklich ans Herz lege: Lies alles nochmal selbst durch. Gib niemals blind raus, was die KI erstellt hat. Über so ein E-Book verkaufst du später weitere Produkte, und wenn da plötzlich etwas drinsteht, das deinen Werten widerspricht, wird es unangenehm. Die Feinabstimmung am Ende, ein falsches Wort, ein umformulierter Satz, mache ich einfach direkt in Canva. So bringst du auch nochmal deine eigene Note rein.
Ein fertiges E-Book bringt dir nichts, wenn niemand drankommt. Also brauchst du zwei Dinge: eine Landingpage und eine Automation, die Adressen sammelt.
Die Landingpage habe ich wieder von Claude Code bauen lassen. Ich lade das E-Book auf Google Drive hoch, schnappe mir den Link und sage: „Bau mir eine rosa Landingpage mit Herzen im Hintergrund, auf der steht ‚Herzlichen Glückwunsch, hier geht’s zu deinem E-Book‘ und ein Button, hinter dem dieser Link versteckt ist.“ Wenige Minuten später steht die Seite.
Dann kommt der Teil, den die meisten vergessen. Ein Leadmagnet existiert, um E-Mail-Adressen zu sammeln, sonst verschenkst du sein ganzes Potenzial.
Dafür nutze ich ManyChat. Der Workflow ist immer derselbe: Jemand reagiert auf deine Story mit einem bestimmten Wort, zum Beispiel „Dating“. Daraufhin schickst du eine Nachricht mit einer Abfrage, ob die Person das Dokument haben möchte, das ist dein Double-Opt-in, damit du überhaupt E-Mails verschicken darfst. Klickt sie auf „Ja“, prüfst du, ob du die E-Mail schon hast. Wenn nicht, sammelst du sie ein, fragst noch den Vornamen ab und schickst erst dann den Link zum E-Book.
Falsch: Das E-Book einfach so rausschicken, ohne etwas dafür zu bekommen. Das ist verschenktes Geld.
Richtig: Jeden Download in einen Kontakt auf deiner Liste verwandeln, an den du perspektivisch weitere E-Mails und Angebote schicken kannst.
Schau dir an, was wir hier eigentlich gebraucht haben: ein einziges KI-Tool für Produkt, Design und Landingpage, dazu ManyChat für die Automation. Mehr nicht. Und der Impact ist riesig.
Denk dabei immer dran: Claude Code ist wie ein Mitarbeiter. Niemand kann am ersten Tag alles, was du ihm vor die Nase knallst. Du arbeitest ihn ein, du gibst ihm Vorlagen, du bringst etwas Geduld mit, und dafür bekommst du einen verdammt guten Assistenten, der dir Wochen an Arbeit abnimmt.
Genau diesen Prozess kannst du übrigens nicht nur für E-Books nutzen, sondern auch für Minikurse und größere Produkte. Das Prinzip bleibt gleich.
P.S. Im nächsten Schritt zeige ich dir, wie du über Instagram mit digitalen Produkten verkaufst, und zwar auch mit unter 1.000 Followern. Die Ausrede „Ich brauche erst Reichweite“ kannst du dir nämlich aus dem Kopf streichen. Schreib mir auf Instagram das Wort NEXT, wenn du beim nächsten Thema dabei sein willst.
Juli 2, 2026